Oxford

Am Sonntag, den 26. September 2010 begann unsere Studienfahrt nach Oxford/England. Nach einem einstündigen Flug von Frankfurt/Hahn nach London/Stansted und weiteren zwei Stunden Busfahrt erreichten wir in den späteren Abendstunden unsere Unterkunft in der Nähe des Zentrums der bekanntesten Universitätsstadt Großbritanniens.

Das Nanford Guesthouse in der Iffley Road barg unerwartete Überraschungen hinsichtlich der Raumgestaltung, die wir jedoch großzügig zu ignorieren versuchten, indem wir fröhlich das erste Pub aufsuchten. Nach einem Gute-Nacht-Cider fiel dann auch nach und nach die gesamte Mannschaft müde in ihre Nanford’schen Guesthouse-Betten.

University of Oxford

Am darauffolgenden Tag stand morgens eine „walking tour“ durch Oxford auf dem Programm und so besichtigten wir bei typisch englischem Wetter – drizzling rain! - die University of Oxford, dessen berühmte Colleges uns mit ihren gediegenen Räumlichkeiten nachhaltig beeindruckten. Nachmittags stand zur Auswahl entweder eine kleine Stocherkahnfahrt - „punting on the River Cherwell" – oder ein Kinobesuch mit einem Action-Film about bank robbery. Da der Himmel noch immer recht grau und feucht aussah, waren nur die wirklich Wetterfesten auf dem Fluss – Petrus meinte es aber gut mit ihnen und verhängte während der Ruderstunde einen kurzen Regenstillstand. Im Turf Tavern, dem ältesten Pub Oxfords aus dem 13. Jahrhundert, kosteten wir abends die Spezialitäten der englischen Küche. 

Workshop Royal Shakespeare Company

Nach einer reichlich bewegten Nacht – z.B. grundloser Feueralarm gegen 02 Uhr - verließen wir mit fliegenden Fahnen am nächsten Morgen unsere abenteuerliche Residenz im Herzen Oxfords und zogen in ein schlichtes, behagliches Holiday-Inn um. Ein uns an diesem Tag zur Verfügung stehender Bus brachte uns nach Bleinheim Palace, das mitten in einer wundervollen riesigen Parklandschaft gelegen ist. Die prunkvollen Gemächer des Geburtsortes Winston Churchills hinterließen wohl bei allen einen bleibenden Eindruck. Unsere nächste Station war Stratford-upon-Avon, der Geburtsort nicht nur von William Shakespeare, sondern auch von unserem Internatsleiter! Der zweistündige Macbeth-Work-Shop, den eine sehr kompetente Mitarbeiterin bzw. Schauspielerin der Royal Shakespeare Company leitete, brachte uns spielerisch – und mitspielend! - Aspekte der Kunst Shakespeares und eines seiner bekanntesten Werke nahe. Um auch einmal die multikulturelle Seite Englands unmittelbar kennenzulernen, speisten wir an diesem Abend in einem indischen Curry House. 

Am Mittwochmorgen ging es dann endlich nach London. Eine Sightseeing-Duck-Tour in einem sonnenblumengelben Amphibienfahrzeug aus dem zweiten Weltkrieg führte uns zu Lande und zu Wasser vorbei an Londons most famous sights. Im von Security-Personal gut bewachten House of Parliament erhielten wir dank einer kompakten und straffen Führung einen sehr detaillierten Einblick in das überaus prächtige und mit roten Polstern bestückte „House of Lords“ und das nicht minder eindrucksvolle „House of Commons“ mit seinen grünen Sitzen. 

Nach diesem informativen Besuch des Westminster Palace blieb Zeit zum Shoppen auf der Oxford Street, Zeit für teatime oder für ein Bier in einem Pub am Piccadilly Circus. Leider strömte der englische Regen reichlich und auch die englischen Pfunde flossen in Londons Shops – etwa beim Kauf von Souvenirs und Mitbringseln - schnell davon. Der abendliche Besuch des Queen-Musicals „We will rock you“ beeindruckte durch seine imposanten Stimmen, die farbenprächtigen Kostüme und eine rasante Bühnenshow. Per Underground, Bahn und Taxi ging’s dann wieder zurück zum Hotel, wo die Nacht leider kurz war, da uns der Bus bereits um 7 Uhr am Donnerstagmorgen abholte. 
Dennoch verpassten wir fast unseren Flug, da ein zweistündiger Stau die gesamte Autobahn blockierte. Nur ganz knapp erreichten wir den Flughafen und konnten gerade noch einchecken, bevor der Schalter schloss. Gegen 14.00 Uhr landete unsere Ryanair Maschine in Frankfurt/Hahn – bei Regen! 

An dieser Stelle möchten wir uns bei Mr & Mrs Homer, Frau Kaiser und Herrn Dimitriou für die Geduld und die vielen Momente voller Vergnügen bedanken. 

(Wir haben übrigens munkeln hören, dass auch unseren Begleitern diese Studienreise gefallen habe. Vermutlich beruht dies auf Tatsachen, denn das Stimmungsbarometer der Reisegruppe zeigte immer eine gute Wetterlage an!).