Am 18.11.2017 besuchten Herr Burghardt und Frau Sauerbier mit einigen Schülern aus dem 4-stündigen Physikkurs der Kursstufe das Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg. Dort finden in unregelmäßigen Abständen Schülerveranstaltungen statt, die über den Stand von Heidelberger Forschungsarbeiten sowie über die weltweite Entwicklung informieren.

Sie fanden sich also am Samstagmorgen im Otto-Hahn-Hörsaal ein, um einen schülergerechten, aber anspruchsvollen Vortrag zum Thema: „Computer wie das Gehirn?“ anzuhören. Herr Prof. Karlheinz Meier vom „Human Brain“-Projekt der Universität Heidelberg stellte das Konzept für ein „Physikalisches Modell“ neuronaler Schaltkreise vor, das seine Arbeitsgruppe in den vergangenen 15 Jahren entwickelt hat.

Noch vor wenigen Jahren war der Begriff "Künstliche Intelligenz" mit der Aura einer fernen und auch sehr unrealistischen Zukunftsvision umgeben. Der spektakuläre Erfolg von "AlphaGo" (https://deepmind.com/research/alphago/) im vergangenen Jahr hat uns jedoch gezeigt, dass hier irgendetwas passiert ist, was vor 10 Jahren noch nicht möglich war. Das Geheimnis liegt in der Realisierung einer Idee aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts, nämlich die der neuronalen Netze, die potentiell alle interessanten Eigenschaften des Gehirns aufweisen: Sie sind energieeffizient, fehlertolerant und sie können lernen.

Nach dem kurzweiligen Vortrag und einem kleinen Imbiss konnten die Schüler selbst einfache Versuche an einem echten neuromorphen Chip durchführen. Zu der Frage von Xin: „Können diese neuen Computer auch fühlen wie Menschen?“, gab es aber leider noch keine Erkenntnisse.