Erlebnispädagogische Aktion der neunten Klassen

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Im Rahmen der Projektwoche des Kurpfalz-Internats fuhr fast die gesamte Jahrgangsstufe der Klasse 9 in die französische Schweiz nach Goumois, an den Wildwasserfluss Doubs.
 
 Nachdem die Einreise in die Schweiz für die Schüler unproblematisch verlief, wurde das Tutorenteam, bestehend aus Frau Heyser und Herrn Kriehmig, an der schweizerischen Grenze einer genauen Kontrolle unterzogen. Nach kurzen Verhandlungen, ob Wurst auch Fleisch sei (Frau Heyser und der Grenzbeamte hatten da unterschiedliche Ansichten), durften dann auch die Tutoren einreisen. Bei strahlendem Sonnenschein hieß es dann erst einmal die Zelte aufzubauen, was für einige Schüler eine große Herausforderung darstellte. 

Dann wurde sich schnell in zwei Gruppen eingeteilt und schon konnte das Abenteuer beginnen...
 
 Gruppe 1, die sich für die Wanderung entschieden hatte, packte nicht nur das Notwendigste für einen Tag in ihre Rucksäcke, sondern auch die Lebensmittelvorräte für 2 Tage. Es stellte sich heraus, dass auf Obst und Gemüse großzügig verzichtet werden kann, denn man hat ja schließlich Multivitaminsaft dabei. Nach abschließendem Rucksackcheck durch die Betreuer ging es endlich los. Mit Hilfe von Karte und Kompass mussten unsere Schüler den Weg zu einer Schutzhütte finden. Dabei galt es, ziemlich steile 600 Höhenmeter zu überwinden. Dank guter Teamleistungen erreichte die Gruppe am späten Nachmittag ohne große krankheitsbedingte Ausfälle ihr Ziel, die Schutzhütte als Übernachtungsmöglichkeit. Nur der Verlust ihres Lehrers, der mit Knieproblemen den Rückweg antrat, musste kompensiert werden. Wer noch fit war, konnte sich jetzt nach dem langen Aufstieg noch mal ca. 20 Meter von einer Felsspitze abseilen. Die herrliche Aussicht, besonders von der Toilette,  entschädigte alle für die erlittenen Strapazen.


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Wer genau hinsah, konnte von dort oben die 2.Gruppe beim Wildwasserkanufahren erkennen. Diese hatten sich inzwischen in mehr oder weniger passgenaue Neoporenanzüge gezwängt. Nach kurzem Gelächter über das ungewohnte Erscheinungsbild, besonders der Tutoren, erfror den meisten das Lachen, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die erste Aufgabe bestand darin, sich mit dem ca. 10 Grad kalten Wasser des Doubs vertraut zu machen. Der Sinn bestand dabei die Sicherheitsvorkehrungen zu erlernen, falls es zu einem möglichen Kentern des Kanus kommt. Erst danach und einer weiteren Einführung in die Handhabung eines Kanus im Wildwasser, ging es in denselben. Jetzt hieß es, das eben Gesehene und Gelernte in die Tat umzusetzen. Einige machten dennoch unfreiwillige Bekanntschaft mit dem kalten Wasser des Doubs. 

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Aber zum Glück konnten sich alle Beteiligten nach dem Kanu fahren am Lagerfeuer wieder aufwärmen und ein Vesper zu sich nehmen. Der Tag endete mit einem gemeinsam gekochten Essen und netter Erzählrunde am Lagerfeuer. Wer wollte, durfte sich noch der Kunst des Bogenschießen annehmen. Ein paar ganz Verwegene ließen es sich nicht nehmen, in den Wald zu gehen, um Holz zu holen. Dieses wurde dann von ihnen fachgerecht zersägt und gehackt.
 
 Der nächste Morgen begann mit nebligem trübem Grau und das Wetter sollte sich den ganzen Tag auch nicht mehr verbessern. Trotzdem ging es gut gelaunt auf die Wildwassertour. Schließlich wollte man ja nicht umsonst das kalte Wasser ertragen haben, um sich dann von dem Wetter die Stimmung vermiesen zu lassen. Am späten Nachmittag erreichten die Kanuten wohlbehalten und ohne Zwischenfälle wieder das Camp, um dann anschließend die Wanderer zu begrüßen. Bei einem gemeinsamen Abendessen  wurden gegenseitig die spannenden Erlebnisse ausgetauscht. 
 Nach einer kurzen Nacht tauschten die beiden Gruppen und der ganze Spaß ging von vorne los...

Alles in allem hatten wir jede Menge Glück mit dem Wetter, Lagerfeuerromantik und jede Menge Spaß und gute Laune!!!

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