Kurpfalz-Internat - Der Film

In unserem Film  möchten wir Ihnen einen kleinen Eindruck vom Leben und Lernen im Kurpfalz-Internat geben [mehr].

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Studienfahrt mit der K 2 nach Sevilla

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Unsere diesjährige Studienfahrt mit den angehenden Abiturientinnen und Abiturienten führte nach Sevilla, der Metropole der südspanischen Region Andalusien. Für viele unserer Schülerinnen und Schüler war dies auch Gelegenheit ihre erworbenen Spanischkenntnisse praktisch anzuwenden. Sevilla ist mit über 700.000 Einwohnern und einer mehr als tausendjährigen, wechselvollen Geschichte ein sehr lohnendes und interessantes Reiseziel. 

Nach einer angenehmen Flugreise bei bestem Wetter und einem Zwischenstopp auf Mallorca erreichten wir am späten Nachmittag Sevilla und checkten in unserem, am Rande der Altstadt gelegenen Hotel, ein. 

Am Sonntag ging es dann auf eine mehrstündige Stadtrundfahrt mit der Besichtigung u.a. des Real Alcázar. Bei diesem Königspalast handelt es sich um ein Ensemble aus mehreren Gebäuden, die ab 913 im sogenannten Mudéjarstil erschaffen wurden. Dabei spielen maurische und christlich-gotische Strukturelemente abwechslungsreich ineinander. Unsere kenntnisreiche und sehr humorvolle Reiseführerin Elisa gab einen aufschlussreichen Einblick in die wechselvolle Geschichte Sevillas. Ganz nebenbei lernten wir auch das verschlungen-labyrinthische Stadtviertel Santa Cruz mit seinen vielen kleinen Tapas-Bars, Restaurants und wundervoll dekorierten Häusern kennen.

Am Abend hatten die Jungs der Gruppe plus einem „mutigen“ Mädchen den letzten Stierkampf der diesjährigen Saison dieses archaischen Schauspiels auf dem Programm. Die architektonisch wunderbare Arena „Real Maestranza“ an der Plaza del Toro war mit ca. 35.000 Tausend „aficionados“ nahezu ausverkauft. Für die meisten von uns war dies der erste (und wie ich für mich hinzufügen darf) sicherlich auch der letzte Besuch eines solchen Spektakels. Nachdem der dritte von sechs Stieren dahingeschlachtet war, entschlossen sich die meisten von uns aufzubrechen. Nichtsdestotrotz war es ein eindrücklicher Abend, der die Überzeugung stärkte, dass es sich letztlich um ein überkommenes und nicht mehr in unsere Zeit passendes Ritual handelt. Gleichzeitig zum Stierkampf besuchten unsere Damen eine Flamenco-Show mit einem anschließenden „Workshop“, in dem die eigenen tänzerischen Fähigkeiten unter Beweis gestellt werden konnten. Dies war der bestimmt angenehmere und ästhetisch überzeugendere Teil unseres Sonntag-Abend-Programms. 

Am Montag brachen wir bereits um 7.00 Uhr zu einem Tagesausflug nach Granada auf. Die Stadt gilt als einer der schönsten und geschichtsträchtigsten Orte der Welt. Nach einer knapp dreistündigen Busfahrt entlang der Höhenzüge der Sierra Nevada erreichten wir die oberhalb Granadas gelegene Alhambra. Die Alhambra, 
auf Arabisch bedeutet dies „Die Rote“, ist eine ganz im maurischen Stil errichtete Palast- und Festungsanlage oberhalb der Stadt. Ihre verschiedenen Gebäude sind durch herrliche Gartenanlagen miteinander verbunden. Nach einer mehrstündigen intensiven Besichtigung schlenderten wir eine schattige Allee hinunter in die Altstadt Granadas. Aufgrund der großen Hitze, wir hatten die ganzen Tage immer zwischen 32 und 38 Celsius, entschlossen wir uns, auf der zentral gelegenen Plaza Nueva einen kleinen Imbiss einzunehmen und den Stadtrundgang abzukürzen. 

Auch unser dritter Reisetag stand im Zeichen eines Ausflugs. Diesmal ging es nicht ganz so weit ins etwa 80 Kilometer entfernte Jerez de la Frontera. Zunächst besuchten wir die Fundación Real Escuela Andaluza del Arte Ecuestre, die andalusische Hofreitschule. Wir bewunderten eineinhalb Stunden lang höchste Reitkunst mit den berühmten weißen andalusischen Pferden. Die mit typisch andalusischer Musik untermalten Vorführungen auf allerhöchstem Niveau beeindruckten zutiefst. Die Bindung zwischen Pferd und Reiter erschien grenzenlos und gleichwohl äußerst eng. „Ich beherrsche Dich, aber ich begleite dich auch auf all Deinen Wegen“ ist das Leitmotiv dieser hohen Schule der Reitkunst. Von diesem ästhetischen Hochgenuss ging es direkt zur in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Bodega Sandeman. Hier wird seit dem Jahr 1792 der für die Region typische Sherry hergestellt. Der Name leitet sich übrigens von der Stadt Jerez her; doch fanden die ursprünglich schottischen Gründer der Bodega, dass dieser für die weltweite Vermarktung zu schwierig sei und so griff man auf die maurische Stadtgeschichte zurück, in der Jerez Sherish hieß; und aus Sherish wurde  flugs „Sherry“. Nach sachkundiger Führung durch die Bodega mit interessanten Informationen über die Art der Herstellung sowie die unterschiedlichen Typen des Sherry beendete eine kleine Verkostung dreier Weine mit begleitenden Tapas diesen rundum gelungenen Tag.

Der Mittwochvormittag war noch einmal der Altstadt von Sevilla gewidmet. Besuche in der Kathedrale sowie der Pavillons der Lateinamerika-Ausstellung aus dem Jahr 1929 standen auf dem Programm.  Am frühen Nachmittag nahmen wir dann alle gemeinsam ein Abschlussessen in einem typisch andalusischen Restaurant nahe der Stierkampfarena ein.  Unser letzter Tag in der schönen Stadt Sevilla neigte sich dem Ende entgegen. Am Donnerstag hieß es Abschied nehmen. Ich möchte an dieser Stelle meinen Begleiterinnen Maren Böttcher und Graciela Ecker sowie Ernesto Wenzel sehr herzlich danken. Ohne sie wäre der des Spanischen weitgehend unkundige Berichterstatter sicherlich nicht so gut durch  die wunderbaren Tage und Nächte in Sevilla gekommen. Graciela Ecker ein besonderes Dankeschön für ihre hervorragende organisatorische Vorarbeit.

Alexander Burkhardt