Vortrag Marketing Fischer 2026

Kurpfalz News

Starke Vorbilder – starke Kinder: Marketingexpertin Sandra Fischer zu Gast

Wie verändert künstliche Intelligenz das Marketing – und welche Kompetenzen brauchen junge Menschen in dieser neuen Welt? Im Kurpfalz Internat gab Marketingstrategin Sandra Fischer spannende Einblicke in eine Branche im Wandel und zeigte, warum gerade Schülerinnen und Schüler im Internat von solchen Begegnungen mit starken Vorbildern profitieren.

Künstliche Intelligenz, Social Media und neue Kundenlogiken verändern Marketing gerade grundlegend – doch wie bleibt man als Unternehmen sichtbar, relevant und glaubwürdig?

Ein praxisnaher Vortrag von Sandra Fischer am Kurpfalz Internat zeigte eindrucksvoll, wie sich Marketing von der „analogen Ära“ bis zur KI-Revolution entwickelt hat – und welche Skills junge Menschen jetzt wirklich brauchen.

Unter dem Titel „Marketing und der Einfluss von KI“ nahm die Marketingstrategin und Konzeptionsexpertin Sandra Fischer die Zuhörenden mit auf eine Reise durch die großen Umbrüche der Branche: von klassischen Werbeformen über die „Big-Bang-Phase“ des Internets bis hin zu Generative AI, Deepfakes und neuen Formen der Sichtbarkeit.

Zu Beginn gab Sandra Fischer Einblicke in ihren beruflichen Werdegang: Sie startete mit einer Ausbildung zur Hotelfachfrau, später folgten Stationen und Schwerpunkte rund um Tourismus, Wirtschaft und Pädagogik. Besonders spannend: Schon früh beschäftigte sie sich wissenschaftlich mit Trendforschung – ein Thema, das im Marketing heute wichtiger denn je ist. Ihr roter Faden: Strategie und Konzeption – also nicht „einfach Werbung machen“, sondern systematisch denken.

Im Kern, so Fischer, gehe es immer um zwei Fragen: Wer ist die Zielgruppe – und welches Produktversprechen passt wirklich zu ihr? (Zielgruppe ↔ Produkt). An einem Beispiel wie der Mercedes Card verdeutlichte sie, dass Marketing nicht nur „schön aussehen“ bedeutet, sondern Nutzen, Botschaften und Kanäle zusammenbringen muss.

Besonders anschaulich war der Blick auf die Medienentwicklung: Früher funktionierte Marketing stark über klassische Kanäle (etwa Fernsehen) – doch oft blieb unsicher, ob man die Zielgruppe wirklich erreicht. Mit dem Internet kam der Umbruch: Google machte das Netz zum Schaufenster – plötzlich konnten auch kleinere Unternehmen sichtbar werden, wenn sie verstanden, wie Auffindbarkeit funktioniert. Stichworte: SEO, Keywords, Content und Backlinks.

Mit Social Media veränderte sich die Logik erneut: Nicht nur Reichweite zählt, sondern Interaktion, Performance, Ratings und Bewertungen. Fischer betonte außerdem einen Trend, den viele unterschätzen: Personal Branding – also wenn Führungskräfte (z. B. der CEO) selbst zur Marke werden und auf Plattformen wie LinkedIn Vertrauen aufbauen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Entwicklung von Kundenbindung (Loyalty) und CRM: von frühen Membership-Modellen bis zu heutigen App-Systemen, die oft mit Gamification arbeiten. Dahinter steht eine datengetriebene Welt, in der Unternehmen ihre Zielgruppen immer genauer verstehen – aber auch verantwortungsvoll handeln müssen.

KI-Revolution: vom Tool zum Kollegen

Der wohl eindringlichste Teil des Vortrags drehte sich um KI. Fischer zeigte, wie sich KI von einem praktischen Werkzeug zu etwas entwickelt, das im Arbeitsalltag zunehmend wie ein „Kollege“ wirkt – bis hin zu agentischen Workflows (autonomen Agenten, die Aufgaben selbstständig ausführen). Gleichzeitig warnte sie vor Risiken: Halluzinationen (wenn KI überzeugend falsche Antworten liefert), Bias, Deepfakes/Voice-Cloning sowie der teils enorme Energieverbrauch. Auch Regulierung wurde angesprochen – etwa der EU AI Act als Versuch, Leitplanken zu setzen.

Wenn KI Such- und Informationsprozesse verändert, verändert sich auch Marketing: Fischer sprach über GEO (Generative Engine Optimization) – also die Frage, wie Inhalte künftig in KI-Systemen auffindbar bleiben. Gleichzeitig entstehe ein „Sea of Sameness“: Viele Inhalte wirken ähnlich, Aufmerksamkeit wird zur knappen Ressource. Umso wichtiger seien klare Positionierung, Purpose-Ansätze und echte Differenzierung statt Austauschbarkeit.

Zum Abschluss wurde der Vortrag sehr konkret: Wer in Zukunft in Wirtschaft, Medien oder Kommunikation erfolgreich sein will, braucht mehr als nur Tool-Know-how. Fischer nannte drei Schlüsselkompetenzen: KI-Literacy, Critical Thinking und Human Creativity – also KI verstehen, kritisch prüfen und kreativ gestalten können. Und ihr Leitsatz dazu: „Erst denken, dann prompten.“

Das Kurpfalz Internat freut sich, den Schülerinnen und Schülern mit solchen Vorträgen Einblicke in hochaktuelle Entwicklungen zu ermöglichen – und damit Orientierung in einer Welt zu geben, in der sich Kommunikation, Technik und Arbeitswelt gerade neu sortieren.

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