„Abschaffung aller Dieselautos bis 2020“ – „Angela Merkel hält Gastvortrag am KPI“ – „Mario Lehmann eröffnet Summerschool auf griechischer Ferieninsel“.

An einem Vormittag traf sich die Nachrichtenredaktion der „KPI-News“, bestehend aus den Klassen der K0, um eigene „Fake-News“ zu basteln, die möglichst glaubwürdig sein sollten. Die Schülerinnen und Schüler nahmen an einem Workshop teil, der von Frau Uhrig, Redakteurin beim SWR in Mannheim, und von Herrn Celik, Referent für Medienbildung am Landesmedienzentrum, kompetent und interessant angeleitet wurde.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigten sich u.a. mit den Fragen: Wie ändert sich unsere Gesellschaft durch das Internet? Wie werden Meinungen manipuliert? Wie gehen wir mit unseren Daten um? Wie kann man „Social Media“ einsetzen? Vor allem die populäre These „Man kann nicht alles glauben“ sollte überprüft werden. Dazu schätzten die Gymnasiasten ihren privaten Medienkonsum zwischen „absolut glaubwürdig“ und „absolut unglaubwürdig“ ein. Dabei schnitten die öffentlich-rechtlichen Medien sehr gut ab, da sie gesetzlich einem Bildungsauftrag nachkommen müssen und z.B. ein Rundfunkrat auf eine unabhängige Berichterstattung achtet.

Aber auch Instagram-News gelten bei vielen Jugendlichen als glaubwürdig, weil sie aktuell und weit verbreitet sind. Aber reichen diese Kriterien allein für die Glaubwürdigkeit aus? Deshalb wurden die Schülerinnen und Schüler über die sorgfältige Redaktionsarbeit informiert. Wenn das Publikum immer neue News verlangt, dann können unter Zeitdruck auch Fehler geschehen. Aber Fehler sind nicht „Fake-News“. Jetzt muss die Redakteurin/der Redakteur die Nachricht recherchieren und ihre Verlässlichkeit kontrollieren.  Agenturen wie AP, Reuters und DPA liefern bereits Meldungen, die übernommen werden können.

Wichtig ist trotzdem immer die Eigenrecherche, z.B. muss man dann im KPI anrufen und nachfragen, ob Angela Merkel wirklich einen Vortrag halten wird. Wichtig ist auch die Kernfrage, welchen Wert und Nutzen der Hörer oder Leser von der Nachricht hat.

Der Workshop, der in repräsentativen Ausschnitten als Beitrag für eine Radio-Sendung vom SWR mitgeschnitten wurde, hat den Schülerinnen und Schülern aufschlussreiche und praktische Einblicke in die heutige Pressearbeit gewährt und ihren Blick auf den Umgang mit Medien und „Fake-News“ geschärft. Wir freuen uns, wenn wir dieses Angebot der Medienbildung auch im nächsten Schuljahr wieder wahrnehmen können.

(verfasst von D. Blum, Ethik-Lehrer am KPI)