Kirsten antwortet - Mentoren

Kurpfalz News

Kirsten antwortet: Wer kümmert sich im Internat um mein Kind?

Liebe Eltern,

wenn Sie darüber nachdenken, Ihr Kind auf ein Internat zu schicken, beschäftigt Sie wahrscheinlich eine ganz besondere Frage: Wer ist für mein Kind da, wenn ich selbst nicht da sein kann?

Ich kann diese Frage gut verstehen. Schließlich geht es nicht nur darum, eine gute Schule zu finden. Sie möchten auch sicher sein, dass Ihr Kind sich wohlfühlt, jemanden zum Reden hat und Menschen an seiner Seite weiß, die sich wirklich für es interessieren.

Am Kurpfalz Internat übernehmen unsere Mentorinnen und Mentoren dabei eine ganz besondere Rolle.

Zwei feste Bezugspersonen – und rund um die Uhr jemand da

Unsere Schülerinnen und Schüler leben in Wohngruppen, die wir Mentorate nennen. Jedes Mentorat wird von zwei pädagogischen Mitarbeitenden betreut.

Die Mentorinnen und Mentoren sind feste Bezugspersonen, Vertrauenspersonen und Unterstützerinnen und Unterstützer. Sie kennen die Kinder und Jugendlichen, begleiten ihre Entwicklung, freuen sich mit ihnen über Erfolge und stehen ihnen zur Seite, wenn einmal etwas nicht so gut läuft.

Und ganz wichtig: Bei uns ist rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche, eine pädagogische Kollegin oder ein pädagogischer Kollege vor Ort und ansprechbar. Auch abends, nachts und am Wochenende ist also immer jemand da, an den sich die Schülerinnen und Schüler wenden können.

Das gibt den Kindern Sicherheit. Und Ihnen als Eltern hoffentlich das gute Gefühl, dass Ihr Kind auch dann gut aufgehoben ist, wenn Sie selbst nicht da sein können.

Viel mehr als Betreuung

Unsere Mentorinnen und Mentoren begleiten die Kinder und Jugendlichen durch ihren Alltag. Sie geben Orientierung, achten auf gemeinsam vereinbarte Regeln und helfen dabei, zunehmend selbstständig zu werden.

Dazu gehören manchmal ganz alltägliche Dinge: die Wäsche organisieren, das eigene Zimmer in Ordnung halten, rechtzeitig an eine Klassenarbeit denken oder einen Konflikt mit dem Zimmernachbarn lösen.

Aber es geht um viel mehr.

Unsere Mentorinnen und Mentoren verbringen viel Zeit mit den Kindern. Sie erleben sie beim gemeinsamen Essen, in der Freizeit, bei Gesprächen am Abend und bei den vielen kleinen Gelegenheiten, die das Zusammenleben mit sich bringt.

Sie merken, wenn jemand ungewöhnlich still ist. Sie fragen nach, wenn etwas nicht klappt. Und sie freuen sich mit, wenn ein Kind etwas geschafft hat, das es sich vorher vielleicht gar nicht zugetraut hätte.

Dabei geht es nicht darum, den Kindern jede Schwierigkeit abzunehmen. Vielmehr möchten wir sie ermutigen, eigene Lösungen zu finden, Verantwortung zu übernehmen und selbstständiger zu werden.

Und wie bleiben Sie als Eltern auf dem Laufenden?

Auch das ist eine Frage, die mir häufig gestellt wird.

Mir ist wichtig, dass Eltern sich weiterhin eng mit dem Leben ihres Kindes verbunden fühlen. Unsere Mentorinnen und Mentoren sind deshalb wichtige Ansprechpartner für Sie.

Sie erleben Ihr Kind im Alltag und können Ihnen berichten, wie es sich in der Gemeinschaft entwickelt, ob es Freundschaften geschlossen hat und wie es ihm geht.

Viermal im Schuljahr erhalten Sie eine schriftliche Beurteilung über unser Internatsmanagementsystem. Hinzu kommen zwei Elternsprechtage.

Und selbstverständlich müssen Sie nicht bis zum nächsten offiziellen Gespräch warten, wenn Sie etwas auf dem Herzen haben.

Was passiert, wenn mein Kind Heimweh hat?

Gerade in den ersten Wochen kann das vorkommen. Ein neues Zimmer, neue Menschen, ein anderer Tagesablauf – das ist zunächst einmal eine große Veränderung.

Unsere Mentorinnen und Mentoren kennen diese Situationen. Sie nehmen sich Zeit, hören zu und helfen den Kindern, Schritt für Schritt in ihrem neuen Zuhause anzukommen.

Manchmal braucht es dafür ein längeres Gespräch. Manchmal hilft es, gemeinsam etwas zu unternehmen. Und manchmal ist es einfach gut zu wissen, dass jemand da ist.

Wenn besondere Schwierigkeiten auftreten, stehen zusätzlich unsere Schulpsychologin und weitere pädagogische Fachkräfte zur Verfügung.

Was mir persönlich besonders wichtig ist

Ich erlebe unsere Mentorinnen und Mentoren jeden Tag bei ihrer Arbeit. Und ich weiß, wie viel Geduld, Einfühlungsvermögen und persönliches Engagement diese Aufgabe verlangt.

Denn ein Internat ist nicht einfach eine Schule, in der Kinder auch übernachten.

Es ist ein Zuhause auf Zeit.

Und zu einem Zuhause gehören Menschen, die sich kümmern, die zuhören, die Grenzen setzen, die Mut machen und die sich mitfreuen, wenn etwas gelingt.

Genau das wünsche ich mir für jedes Kind, das zu uns kommt.

Wenn Sie unser Internat kennenlernen möchten, lade ich Sie herzlich zu einem persönlichen Besuch ein. Dabei können Sie sich unsere Wohnhäuser ansehen, mit uns sprechen und einen Eindruck davon gewinnen, wie unsere Schülerinnen und Schüler bei uns leben.

Ich freue mich auf Sie!

Herzlich

Ihre Kirsten Lehmann

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