Studierzeit im Internat

Kurpfalz News

Kirsten antwortet: Wie funktioniert die Studierzeit im Internat?

Liebe Eltern,

Lernen braucht Zeit, Ruhe und manchmal auch ein wenig Unterstützung. Am Kurpfalz Internat achten wir deshalb darauf, dass unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur im Unterricht gute Bedingungen vorfinden, sondern auch bei den Hausaufgaben und bei der Vorbereitung auf Klassenarbeiten.

Dafür gibt es bei uns die Studierzeit. Sie gehört fest zu unserem Internatsalltag und bietet den Kindern und Jugendlichen einen verlässlichen Rahmen, um ihre schulischen Aufgaben zu erledigen und zunehmend selbstständig zu lernen.

Ich halte diese feste Lernzeit für besonders wertvoll. Denn Kinder profitieren davon, wenn sie wissen, wann Zeit zum Lernen ist und wann sie sich ganz ihren Freunden, dem Sport oder anderen Interessen widmen können.

Feste Lernzeiten geben Sicherheit

Bei uns hat der Tag eine klare Struktur. Unterricht, Studierzeit, Sport und Freizeit haben ihren festen Platz.

Die Studierzeit gehört selbstverständlich zum Tagesablauf. Unsere Schülerinnen und Schüler müssen also nicht jeden Nachmittag neu entscheiden, wann sie mit den Hausaufgaben beginnen. Sie wissen, wann gelernt wird, und können sich darauf einstellen.

Während der Studierzeit sorgt eine Aufsicht dafür, dass eine ruhige und konzentrierte Arbeitsatmosphäre herrscht. Alle arbeiten an ihren schulischen Aufgaben, bereiten Klassenarbeiten vor oder wiederholen den Unterrichtsstoff.

Gerade für Kinder, denen es noch schwerfällt, sich selbst zum Lernen zu motivieren, ist dieser feste Rahmen eine große Hilfe.

Und wenn mein Kind etwas nicht versteht?

Natürlich klappt beim Lernen nicht immer alles auf Anhieb. Manchmal ist eine Matheaufgabe besonders knifflig oder eine englische Grammatikregel will einfach nicht einleuchten.

Für solche Fälle haben wir am Kurpfalz Internat unsere Mathe- und Englisch-Docs.

Montags und mittwochs steht unseren Schülerinnen und Schülern der Mathe-Doc zur Verfügung, dienstags und donnerstags der Englisch-Doc. Hier bekommen sie Unterstützung bei Fragen, Verständnisproblemen und Aufgaben, bei denen sie allein nicht weiterkommen.

Das funktioniert ganz unkompliziert: Wer beispielsweise bei einer Matheaufgabe nicht weiterkommt, kann sich kurz aus der Studierzeit abmelden, zum Mathe-Doc gehen und sich helfen lassen. Anschließend geht es zurück in die Studierzeit, wo selbstständig weitergearbeitet wird.

Ich finde dieses Angebot besonders sinnvoll. Denn manchmal braucht es nur eine kurze Erklärung oder einen kleinen Denkanstoß, damit ein Kind wieder allein weiterkommt.

Wenn wir feststellen, dass darüber hinaus Unterstützung notwendig ist, bieten wir natürlich auch individuelle Nachhilfe, Lerncoaching und weitere Fördermöglichkeiten an.

Kleine Klassen machen vieles leichter

Ein wichtiger Teil unserer Lernbegleitung beginnt bereits am Vormittag.

In unseren Klassen lernen maximal zehn Schülerinnen und Schüler. Unsere Lehrkräfte kennen deshalb die Stärken und Schwächen ihrer Kinder sehr genau und merken schnell, wenn jemand Schwierigkeiten hat, dem Unterricht zu folgen.

Oft lassen sich Fragen schon im Unterricht klären, bevor sie bei den Hausaufgaben zum Problem werden.

Auch unser Unterricht in Doppelstunden trägt dazu bei. Statt sich jeden Tag auf sechs oder acht verschiedene Fächer einstellen zu müssen, beschäftigen sich unsere Schülerinnen und Schüler intensiver mit drei bis vier Fächern.

Das sorgt für mehr Ruhe im Schulalltag und erleichtert es, sich auch bei den Hausaufgaben auf die wesentlichen Inhalte zu konzentrieren.

Mit zunehmendem Alter wächst die Selbstständigkeit

Mir ist wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur lernen, ihre Hausaufgaben zuverlässig zu erledigen. Sie sollen auch lernen, ihre Zeit einzuteilen und Verantwortung für ihre schulischen Leistungen zu übernehmen.

Deshalb gibt es bei uns ab der neunten Klasse eine besondere Regelung: Wer einen entsprechenden Notendurchschnitt erreicht und sich aktiv und zuverlässig in das Internatsleben einbringt, darf die Studierzeit auch selbstständig auf dem eigenen Zimmer verbringen.

Das ist für viele Jugendliche ein schönes Ziel. Sie merken, dass sich gute schulische Leistungen und verantwortungsbewusstes Verhalten auszahlen und dass wir ihnen zunehmend Eigenverantwortung zutrauen.

Natürlich können sie auch weiterhin freiwillig an der betreuten Studierzeit teilnehmen. Denn nicht jeder lernt am besten allein auf seinem Zimmer. Manche schätzen die feste Lernatmosphäre und die gemeinsame Arbeitszeit.

Für mich ist genau das der richtige Weg: Wir geben unseren Schülerinnen und Schülern zunächst einen verlässlichen Rahmen und eröffnen ihnen mit zunehmendem Alter mehr Freiräume, wenn sie zeigen, dass sie damit verantwortungsvoll umgehen können.

Was bedeutet die Studierzeit für Sie als Eltern?

Ich glaube, dass dieser Aspekt für viele Familien besonders schön ist.

Wenn Ihr Kind am Wochenende nach Hause kommt, müssen die Hausaufgaben nicht mehr automatisch im Mittelpunkt stehen.

Sie können gemeinsam etwas unternehmen, sich erzählen lassen, was in der vergangenen Woche passiert ist, oder einfach die gemeinsame Zeit genießen.

Natürlich möchten Sie weiterhin wissen, wie sich Ihr Kind schulisch entwickelt. Deshalb bleiben wir mit Ihnen im Austausch und informieren Sie regelmäßig über die Leistungen und die persönliche Entwicklung Ihres Kindes.

Aber die tägliche Verantwortung dafür, dass Hausaufgaben erledigt und Klassenarbeiten vorbereitet werden, liegt während der Internatswoche nicht mehr bei Ihnen zu Hause.

Viele Eltern erzählen mir, wie sehr das den Familienalltag entspannt und wie schön es ist, wenn die gemeinsame Zeit wieder stärker von anderen Themen geprägt wird.

Was ich Ihnen noch mitgeben möchte

Auch bei uns gibt es Tage, an denen die Konzentration schwerfällt oder die Motivation nicht besonders groß ist. Nicht jede Aufgabe gelingt sofort, und manchmal braucht es Geduld, bis sich gute Lerngewohnheiten entwickeln.

Aber genau dafür sind wir da.

Wir geben den Kindern Struktur, schaffen gute Lernbedingungen und ermutigen sie, dranzubleiben. Und wir freuen uns mit ihnen, wenn sie merken, dass sie etwas inzwischen ganz allein schaffen.

Sie möchten wissen, wie Lernen und Leben am Kurpfalz Internat zusammengehören?

Dann besuchen Sie uns gerne bei einem unserer Informationstage oder vereinbaren Sie einen persönlichen Beratungstermin.

Unsere Eltern- und Schülerberaterin Frau Hradecký erreichen Sie unter 06223 961 138 oder per E-Mail an elternberatung@kurpfalz-internat.de.

Herzlich,

Ihre Kirsten Lehmann

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